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Ankündigung

 

10. Tagung zum Sammlungsmanagement in Berlin, Kunstgewerbemuseum

14.-16. März 2019

"Schwierige Sammlungen. Dokumentation als Herausforderung - Grenzen der Dokumentation"

 

Ob einzelne Sonderbereiche der eigenen Sammlungen, durch geltende Rechtslagen nur eingeschränkt zu dokumentierende Objekte oder durch ihre schiere Größe, Materialzusammensetzung und Komplexität kaum noch im Detail beschreibbare, dokumentierbare Sammlungen oder Sammlungsbestandteile: fast in jeder Sammlung gibt es sie, die „Schwierigen“. Dazu zählen auch Sammlungsteile, die besonders im Fokus der Öffentlichkeit stehen, die hohen ethischen und moralischen Anforderungen an den Umgang mit ihnen, an ihre Präsentation und Erfassung oder Bearbeitung unterliegen. Und nicht zuletzt: Objekte, von denen aufgrund ihrer besonderen Spezifika oder aufgrund ehemaliger Konservierungsmethoden Gefahr ausgehen kann.

Die Objektdokumentation und das Monitoring des Objektzustandes stoßen hier in verschiedenster Hinsicht in der konsequenten Durchführung an Grenzen. Innovative und zielführende Abweichungen von der reinen Lehre der Dokumentationsstandards sind gefragt.

Bei der 10. Tagung zum Sammlungsmanagement sollen Erfahrungen mit unseren geliebten und ungeliebten „Schwierigen“ ausgetauscht, Lösungsansätze diskutiert und Mut zum Kompromiss gemacht werden.

 


Vom 14. -16. Juni 2018 fand in Oldenburg im Landesmuseum Natur und Mensch die 9. Tagung zum Sammlungsmanagement statt. Sie stand unter dem Thema:

Fremdes in der Sammlung – Altvertraut und ungewohnt

Nähere Informationen zur Tagung

 


Bericht zur Tagung in Freiburg 2017

In den AKMB-news 2/2017 veröffentlichte Magret Schild einen Bericht zur Tagung 2017 der AG Sammlungsmanagement. Sie können diesen Bericht (pdf, 438 kb) hier downloaden.


 

Über uns:

AG Sammlungsmanagement

 

1999 gründete sich innerhalb der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbundes e. V. die AG Sammlungsmanagement. Ihr Ziel war es, das britische Handbuch zur Museumsdokumentation und Sammlungsverwaltung, den vom Collections Trust herausgegebenen Standard SPECTRUM, ins Deutsche zu übersetzen. Die Arbeit der AG Sammlungsmanagement hat sich seit ihrer Gründung erweitert. Fragen des Sammlungsmanagements, die Diskussion und Vermittlung von Standards und Lösungsansätzen, sowie der Austausch untereinander zu diesen Themen sind wichtige Ansätze.

 

Mit der seit 2013 in deutscher Sprache vorliegenden gedruckten und digitalen Fassung von SPECTRUM sind 22 Arbeitsabläufe beschrieben, die die Bereiche Eingangsverwaltung, Erfassung, Zustandsüberwachung, Objektverwaltung, Aus- und Abgänge, Nutzung sowie Schäden, Schadensabwehr, Rechtemanagement und Langzeiterhaltung digitaler Daten umfassen. Die Auswirkungen auf andere Arbeitsabläufe bzw. das Ineinandergreifen der Arbeiten und der dabei anfallenden Informationen sind durch Querverweise verdeutlicht.

 

Der Dokumentationsstandard SPECTRUM wurde und wird auch in mehreren anderen Ländern durch Fachleute in die jeweiligen Landessprachen übersetzt, so z. B. in den Niederlanden, Belgien, Portugal/Brasilien, Schweden, Norwegen oder Ukraine. In einigen Ländern sind eigene Handlungsempfehlungen auf der Grundlage von SPECTRUM entwickelt worden. In verschiedenen Softwaresystemen zur Museumsdokumentation wurde der SPECTRUM-Standard implementiert.

 

Die AG Sammlungsmanagement wird sich weiter der Übersetzung der vom Collections Trust fortgeschriebenen Versionen von SPECTRUM widmen und sie für den deutschsprachigen Raum zur Verfügung stellen. Darüberhinaus hat sich die AG Sammlungsmanagement folgende Ziele gesetzt:

 

  • Durchführung von Tagungen und Workshops zu aktuellen Fragen des Sammlungsmanagements
  • Schulungen zum Umgang mit SPECTRUM
  • Entwicklung von Handreichungen, die Hilfestellung bei der Abwicklung aller mit der Museumssammlung in Zusammenhang stehenden Arbeitsabläufe bietet.